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Einkommensteuer (Vertiefung) - Treuhandmodell

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Einkommensteuer (Vertiefung)

Treuhandmodell

Treuhandmodell

Wenn ein Gesellschafter (Treugeber) seine gesellschaftsrechtlichen Befugnisse von einem anderen (Treuhänder) wahrnehmen lässt und dieser auch in das Handelsregister eingetragen ist, so können unter Umständen beide als Mitunternehmer anzusehen sein. Der Treugeber muss hierfür die typischen Merkmale des Mitunternehmers erfüllen.

Für den Treuhänder gibt es zwei Fälle:

  1. Der Treuhänder ist als Mitunternehmer anzusehen, wenn er im Außenverhältnis unbeschränkt haftet und das Verhältnis nach außen nicht bekannt gemacht ist. In der neueren Rechtsprechung wird jedoch auch ein Mitunternehmerverhältnis angenommen, wenn das Treuhandverhältnis nach außen bekannt ist.
  2. Wenn der Treuhänder nur eine feste Vergütung aus den Gewinnanteilen des Treugebers erhält. Die Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB begründet alleine noch kein Mitunternehmerrisiko.

Treuhandmodell, Doppelstöckigkeit und Verlustabzug bei PersG

Im Rahmen des Grundlagenkurses wurde bereits ausführlich das Konstrukt der Mitunternehmerschaft im Einkommensteuerrecht behandelt.

Es hat sich dabei gezeigt, dass sich durch die Zweistufigkeit der Gewinnermittlung und der Zuordnung von Wirtschaftsgütern und den damit verbundenen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben zu den verschiedenen Sphären ein hoher Grad an Komplexität ergibt. Der nachfolgende Abschnitt vertieft die Thematik noch einmal, indem doppelstöckige Personengesellschaften betrachtet werden, d.h. die Beteiligung einer Mitunternehmerschaft an einer anderen Mitunternehmerschaft.

Der Schlüsselfaktor liegt bei dieser Konstruktion wiederum in der Komplexität durch eine weitere zusätzliche Ebene.

Des Weiteren wird das sogenannte Treuhandmodell erläutert. Eine besondere Bedeutung kommt bei Personengesellschaften der Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen den verschiedenen Ebenen zu, weshalb diese auch erklärt wird. Im Rahmen von Mitunternehmerschaften gelten dabei für beschränkt haftenden Mitunternehmer besondere Regelungen zur Verlustnutzung, die ebenfalls in einem nachfolgenden Unterkapitel dargestellt werden. Du solltest vor der Bearbeitung des Abschnitts daher mit den Grundlagen zur Mitunternehmerschaft und den Personengesellschaften aus dem Grundlagenkurs vertraut sein.

Expertentipp

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Das Thema Personengesellschaften ist so gut wie jedes Jahr Gegenstand der Steuerberaterprüfung, und auch in der Steuerfachwirtprüfung kommt es immer häufiger vor. Es kommen hierbei auch immer wieder Fälle von mehrstöckigen Mitunternehmerschaft vor. Die Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen den verschiedenen Sphären kommt so gut wie ausnahmslos jedes Jahr vor. Sie sollten daher die Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen den verschiedenen Ebenen einer Mitunternehmerschaft sehr gut beherrschen.