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Grunderwerbsteuer - Grunderwerbsteuer - Prüfungsschema

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Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer - Prüfungsschema

Erläuterungen zum Prüfungsschema der Grunderwerbsteuer

Prüfungstipp

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Steuerberaterprüfung

Die Grunderwerbsteuer war 2014 das erste Mal Gegenstand der schriftlichen Steuerberaterprüfung mit 4 Wertungspunkten. Dabei musste in Verbindung mit der Erbschaftsteuerberechnung eine vom Erblasser geschuldete Grunderwerbsteuer als Nachlassverbindlichkeit gemäß § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG berechnet werden.

2016 war die Grunderwerbsteuer als eigener Aufgabenteil im Rahmen der Erbschaftsteueraufgabe zu behandeln. Die Aufgabe umfasste insgesamt 30 Wertungspunkte, wovon ca. 33 % auf den grunderwerbsteuerlichen Aufgabenteil entfielen.

2017 wurde in der schriftlichen Steuerberaterprüfung kein Grunderwerbsteuer-Sachverhalt abgefragt.

Die Grunderwerbsteuer knüpft als Verkehrsteuer an die Übertragung von inländischen Grundstücken an. Dem gleichgestellt sind bestimmte schuldrechtliche Vorgänge in Bezug auf Grundbesitz sowie die unmittelbare oder mittelbare Übertragung von grundstückshaltenden Gesellschaften. 

Das stetig wachsende Aufkommen aus dieser Steuerart unterstreicht die Bedeutung als Einnahmequelle für die Bundesländer nach Art. 106 Abs. 2 Nr. 3 GG und als Prüfungsgebiet für die Steuerberaterprüfung. 

Rechtsgrundlage ist das GrEStG. Es existieren keine einheitlichen GrESt-Richtlinien, allerdings sind insbesondere zu § 1 Abs. 2a, 3, 3a und § 6a GrEStG einige wichtige Verwaltungsanweisungen zu beachten - zu finden unter Beck´sche Steuererlasse Nr. 600.

Merke

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Bei der Bearbeitung von Aufgaben aus dem Grunderwerbsteuerrecht sollten Sie grundsätzlich einem festen Aufbau folgen:

Schritt 1: Prüfung der Steuerbarkeit

Schritt 2: Prüfung der Steuerpflicht

Schritt 3: Ermittlung der Bemessungsgrundlage

Schritt 4: Berechnung der Steuer

Schritt 5: Bestimmung des Steuerschuldners

Schritt 6: Entstehung der Steuer

Erläuterungen zum Prüfungsablauf

Schritt 1: Prüfung der Steuerbarkeit

Es gilt zu prüfen, ob ein inländisches Grundstück im Sinne des § 2 GrEStG und ein Erwerbsvorgang nach § 1 GrEStG vorliegt.

Schritt 2: Prüfung der Steuerpflicht

Sofern keine Steuerbefreiung gemäß der §§ 3 bis 7 GrEStG vorliegt, ist der Vorgang steuerpflichtig.

Schritt 3: Ermittlung der Bemessungsgrundlage

Um die Bemessungsgrundlage festlegen zu können muss der Wert der Gegenleistung nach § 8 Abs. 1 in Verbindung mit § 9 GrEStG oder der Grundbesitzwert im Sinne des § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 157 Abs. 1 bis 3 BewG geprüft werden.

Schritt 4: Berechnung der Steuer

Die Berechnung der Steuer erfolgt in dem wir die Bemessungsgrundlage mit dem anwendbaren Steuersatz nach § 11 GrEStG multiplizieren.

Schritt 5: Bestimmung des Steuerschuldners

Es folgt die Festsetzung gegenüber dem Steuerschuldner nach § 13 GrEStG.

Schritt 6: Entstehung der Steuer

Im letzten Schritt werden der Zeitpunkt der Steuerentstehung nach § 14 GrEStG und weitere Festsetzungsbedingungen nach § 16 GrEStG geprüft.