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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung - Prüfungsgebiete

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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung

Prüfungsgebiete

Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf dieselben Prüfungsgebiete wie die schriftliche Prüfung.

Prüfungsgebiete sind:

  1. Allgemeines Steuerrecht
  • Abgabenordnung
  • Bewertungsgesetz

 

  1. Besonderes Steuerrecht
  • Einkommensteuer
  • Körperschaftsteuer
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer
  • Erbschaft- und Schenkungsteuer
  • Grunderwerbsteuer

 

  1. Rechnungswesen
  • Buchführung und Rechnungslegung nach Handels- und Steuerrecht

 

  1. Grundzüge der Jahresabschlussanalyse, Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzierung

 

  1. Grundzüge des Bürgerlichen Rechts, des Handels- und Gesellschaftsrechts, des Arbeitsrechts, des Sozialversicherungsrechts sowie des Steuerberatungsrechts

Nach abgelegter mündlicher Prüfung berichten uns fast alle Teilnehmer übereinstimmend, die Befragung erfordere ein außerordentlich hohes Maß an Konzentration über einen Zeitraum bis zu zwei Stunden. Darauf müssen Sie sich in den Tagen unmittelbar vor der mündlichen Prüfung einstellen. Sie sollten versuchen, nicht bis zur letzten Stunde vermeintliche oder tatsächliche Wissenslücken schließen zu wollen.

Im Mündlichen ist nicht so sehr Detailwissen als vielmehr die Fähigkeit zum Mitdenken, rasches Erfassen von Sachverhalten und Fragestellungen des Prüfers, Weiterentwickeln von gefundenen Lösungsansätzen usw. gefragt. Sie sollten daher physisch und psychisch ausgeruht zur mündlichen Prüfung erscheinen, damit Sie gedanklich beweglich sind. Deshalb raten wir Ihnen dringend davon ab, sich in den Nächten vor der mündlichen Prüfung mit schweren Beruhigungs- und/oder Schlafmitteln zu beruhigen. Einfache Möglichkeiten zur Entspannung finden Sie am Ende dieses Manuskriptes.

Die Art der Antwort, die Sie zu geben haben, muss der Art der Fragestellung entsprechen. Stellt der Prüfer eine Ja-nein-Frage oder will er einen bestimmten steuerrechtlichen, betriebswirtschaftlichen oder juristischen Begriff genannt haben, muss knapp und präzise geantwortet werden. Wesentlich öfter werden Sie die Lösung zu einem steuerrechtlichen, bilanzrechtlichen, juristischen oder betriebswirtschaftlichen Sachverhalt zu erarbeiten haben.

Hier ist nicht die knappe und präzise Angabe des Ergebnisses der steuerrechtlichen usw. Beurteilung gefragt; Sie sollen vielmehr die Lösung entwickeln. Es sollten in der gebotenen und möglichen Ausführlichkeit die gesetzlichen Voraussetzungen für die daraus abzuleitende steuerrechtliche, zivilrechtliche usw. Lösung dargestellt werden. Auch das sollten Sie in simulierten Prüfungssituationen mit Ihrem Lernteam einüben.

Von vielen Prüfern hören wir, dass Teilnehmer aufgrund ihrer Nervosität oder aus Angst, etwas Falsches zu sagen, viel zu leise sprechen. Der Prüfer muss den Kandidaten häufig bitten, seine Aussage zu wiederholen, weil diese zunächst akustisch nicht zu verstehen war. Zeigen Sie daher Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit, indem Sie laut und klar sprechen.

Wenn Sie einmal keinen Ansatzpunkt zur Beantwortung finden, dann beginnen Sie damit, die gesetzlichen Voraussetzungen für eine als möglich erkannte Rechtsfolge darzustellen. Der Prüfer wird mit Zusatzfragen oder ergänzenden Hinweisen versuchen, Ihnen weiterzuhelfen. Dies ist dem Prüfer nicht möglich, wenn Sie nichts sagen oder sofort die „Weiß-ich-nicht-Karte“ ziehen.

Dann nehmen Sie dem Prüfer die Chance Ihnen auf die Sprünge zu helfen.

Es ist daher so gut wie immer falsch, mit einer Antwort so lange zu zögern, bis die Frage an den nächsten Prüfling weitergegeben wird, oder ohne Umschweife zu erklären, die Frage nicht beantworten zu können. Notfalls sollten Sie bei einem unklar erscheinenden Sachverhalt zurückfragen; klärende Rückfragen werden niemandem übelgenommen. Nur wer antwortet, kann Punkte sammeln.

Versuchen Sie zumindest eine Antwort. So geben Sie dem Prüfer die Möglichkeit, an den Antwortversuch anzuknüpfen und Sie an die richtige Lösung heranzuführen. Denken Sie an die Sendung „Wer wird Millionär“ – die wenigsten Kandidaten erreichen die hohen Beträge, weil sie alles auf Anhieb wussten, sondern oft nur deshalb, weil sie Ansätze lieferten, womit ihnen der Moderator helfen konnte.

Nur für den Fall, dass nach der Art der Fragestellung die Antwort nicht zu entwickeln ist, dass also „auf den Punkt“ gefragt wird („Ja-nein-Frage“), sollten Sie ggf. sagen, dass Sie eine Frage nicht beantworten können.

Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit sollten Sie in Ihrem ganzen Auftreten vor der Prüfungskommission an den Tag legen – nicht im Sinne von „was kostet die Welt“, sondern im Sinne von „ich habe mich auf diese Prüfung - mit großem zeitlichen Aufwand - vorbereitet und werde die Prüfung bestehen“. Dies sollte vor allem darin zum Ausdruck kommen, dass Sie bis zum letzten Prüfungsabschnitt „dranbleiben“, dass Sie um das Bestehen der Prüfung „kämpfen“. Ein Protokoll von einer mündlichen Prüfung, die von allen vier Teilnehmern erfolgreich absolviert wurde, gibt die folgende Schlussbemerkung des Kommissionsvorsitzenden wieder: „Sie alle haben auch deshalb bestanden, weil Sie die ganze Zeit um den Prüfungserfolg gekämpft haben und auch in der letzten Befragungsrunde noch topfit waren“.