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Volkswirtschaftslehre (Mündliche Prüfung) - Arten von Wirtschaftsschwankungen

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Volkswirtschaftslehre (Mündliche Prüfung)

Arten von Wirtschaftsschwankungen

Inhaltsverzeichnis

Grundsätzlich sind drei Arten von Wirtschaftsschwankungen zu unterscheiden.

 

Konjunkturelle Schwankungen

 

Dies sind mittelfristige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität. Sie können über mehrere Jahre andauern und werden mithilfe der prozentualen Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts gemessen. Diese Schwankungen stehen im Mittelpunkt wirtschaftspolitischer Maßnahmen.

 

Saisonale Schwankungen

 

Der Wechsel der Jahreszeiten oder Sitten und Gebräuche verursachen eine Zu- oder Abnahme wirtschaftlicher Aktivitäten. Derartige saisonale Schwankungen haben keinen dauerhaften Einfluss auf die allgemeine Wirtschaftslage, sondern beeinflussen kurzfristig einzelne Branchen und Bereiche.

Wachstumstrend

 

Als langfristige Tendenz ist in vielen Volkswirtschaften zu beobachten, dass das Bruttoinlandsprodukt stetig gewachsen ist. Die jährlichen Wachstumsraten können dabei deutlich unterschiedlich ausfallen, zu gewissen Zeiten können sie sogar negativ sein. Diese langfristig erkennbare Grundrichtung der wirtschaftlichen Entwicklung wird als Wachstumstrend bezeichnet.

 

EXKURS: Produktionslücken

 

Die sogenannte Produktionslücke misst die Abweichung zwischen der tatsächlichen Produktion einer Volkswirtschaft und dem Produktionspotenzial. Beim Potenzial handelt es sich um den Auslastungsgrad der volkswirtschaftlichen Produktionskapazitäten, bei dem ein vorgegebener Zielwert der Inflationsrate weder über- noch unterschritten wird.

 

Wenn das inflationsneutrale Produktionspotenzial überschritten wird, liegt demnach eine inflationäre Lücke vor. Begründet wird diese mit der Beobachtung, dass ein im Zeitvergleich überdurchschnittliches Wachstum kurz- bis mittelfristig Preissteigerungen auslöst. Ein unterdurchschnittliches Wachstum führt dagegen in der Regel zu einem Preisverfall. Die Abweichung der aktuellen wirtschaftlichen Aktivität vom Trendwachstum nach unten wird daher auch als deflationäre Lücke bezeichnet.