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Betriebswirtschaftslehre (Mündliche Prüfung) - Rentabilitätsanalyse

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Betriebswirtschaftslehre (Mündliche Prüfung)

Rentabilitätsanalyse

Inhaltsverzeichnis

Rentabilität ist das Verhältnis zwischen erzieltem Erfolg (z.B. Gewinn) und bspw. eingesetztem Kapital (Gesamt- oder Eigenkapital). Einfach gesagt: Die Verzinsung des Kapitals. Hierbei wird das Kapital, d.h. der in Geld gemessene Wert, in Beziehung gesetzt. Die Rentabilität ist eine Kennzahl für den Erfolg und wird als Prozentsatz angegeben.

 

Unterschieden wird hier vor allem zwischen der Eigenkapitalrentabilität (EKR) und der Gesamtkapitalrentabilität (GKR). Für letztere ist es wichtig zu beachten, dass die gezahlten Fremdkapitalzinsen (FKZ) dem Gewinn wieder hinzugerechnet werden, da diese ja ebenfalls erwirtschaftet, aber von diesem als Aufwand abgezogen wurden.

 

EXKURS: Leverage-Effekt

 

Der (positive) Leverage-Effekt (auch: Leverage-Chance) beschreibt die Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: durch den Einsatz von Fremdkapital (anstelle von Eigenkapital) kann die Eigenkapitalrendite für die Eigentümer gesteigert werden. Voraussetzung für einen positiven Leverage-Effekt ist, dass die Gesamtkapitalrendite des Unternehmens über dem Fremdkapitalzins liegt. Ist es umgekehrt, so erhält man einen negativen Leverage Effekt (auch: Leverage-Risiko).

 

Begrenzt wird der Leverage-Effekt durch

  • beschränkte Kreditaufnahmemöglichkeiten,
  • steigende Zinsen bei höherer Verschuldung sowie
  • fehlende Investitionsmöglichkeiten.

 

 

Der Begriff „Return on Investment“ (kurz RoI) lässt sich auch als Kapitalrentabilität, Kapitalrendite oder Kapitalverzinsung übersetzen. Der ROI ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Messung der Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital

 

Umsatzrentabilität x Kapitalumschlagshäufigkeit

 

Bei den bisher vorgestellten Kennzahlen wurde jeweils nur ein Teilbereich des Unternehmens untersucht. Als ideal wird daher eine Kennzahl angesehen, mit der es möglich ist, das komplexe Gebilde, das ein Unternehmen darstellt, in einem Wert widerzuspiegeln. Diesem Ziel kommt die Kennzahl des Return on Investment, die 1919 von dem amerikanischen Chemie-Unternehmen Du Pont de Nemours and Co. eingeführt wurde, am Nächsten.

 

Aus dem unten abgebildeten Schema ist ersichtlich, dass sich der ROI aus der Umsatzrentabilität und der Umschlagshäufigkeit des betriebsnotwendigen Kapitals zusammensetzt. Der ROI wird häufig auch als Betriebsrentabilität bezeichnet.

 

Break-even-Analyse:

Im Rahmen der Break-even-Analyse wird versucht, den Kostendeckungspunkt („break-even point“) zu ermitteln.

 

Der Kostendeckungspunkt zeigt die kritische Ausbringungsmenge x, bei deren Überschreiten ein Unternehmen die Verlustzone verlässt und in die Gewinnzone eintritt (es gilt die Bedingungsgleichung „Umsatz = Kosten“). Die Break-even-Analyse wird auch in der Kosten- und Leistungsrechnung verwendet, um beispielsweise zu ermitteln, ob sich ein Zusatzauftrag lohnt.