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Buchführung - Erfolgswirksame Geschäftsvorgänge

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Buchführung

Erfolgswirksame Geschäftsvorgänge

Ein Geschäftsvorgang kann im Unternehmen gleichzeitig sowohl den Erfolg beeinflussen als auch Bestände verändern.

Merke

Was sind erfolgswirksame Geschäftsvorgänge?

Dies sind Vorfälle, die den Erfolg beeinflussen; bei ihnen ist folglich immer ein Erfolgskonto betroffen. In der Gewinn- u. Verlustrechnung stehen am Ende die Salden der Erfolgskonten. 

Beispiel

Die Firma Karl Mai aus Köln bezahlt die Miete für ihre Lagerhalle von 1.500 € über die Bank.

Buchungssatz

Der Buchungssatz im vorliegenden Beispiel lautet

Miete (Soll) an Bank (Haben) 1.500 €.

Welche Konten sind hier betroffen?

Die Miete stellt einen Aufwand für das Unternehmen dar. Aufwandskonten sind Erfolgskonten, demzufolge steht das Konto Miete in der Gewinn- u. Verlustrechnung (GuV) unter Aufwendungen.

Das Konto Bank ist ein Bestandskonto und steht am Ende in der Bilanz. Stellt die Mietzahlung den einzigen Vorgang im Jahr dar, verringert sich das Vermögen um 1.500 € (Bestand in der Bank nimmt um 1.500 € ab!). Gleichzeitig verringert der Aufwand auch das Ergebnis und demzufolge auch das Eigenkapital.

Merke

Jeder erfolgswirksame Geschäftsvorgang beeinflusst den Erfolg des Unternehmens und damit das Eigenkapital.

In unserem Beispiel liegt zudem eine Bilanzverkürzung vor. 

Unterschied zu erfolgsunwirksamen Geschäftsvorgängen

Neben erfolgswirksamen gibt es auch erfolgsunwirksame Geschäftsvorgänge:

Merke

Was sind erfolgsunwirksame Geschäftsvorgänge?

Es handelt sich hierbei um Geschäftsvorgänge, die nur Bestände betreffen und demzufolge keine Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. 

Beispiel

Die Firma Karl Mai begleicht ihre Verbindlichkeiten aus einem früheren Kauf bei einem Lieferanten von 500 € bar.

Buchungssatz

Der Buchungssatz im vorliegenden Beispiel lautet

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an Kasse 500 €.

Welche Konten sind hier betroffen?

Konto „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ und Konto „Kasse“.

Beides sind Bestandskonten:

Das Konto „Kasse“ ist ein Aktivkonto, das Konto „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ ein Passivkonto. Beide Konten nehmen um den Betrag von 500 € ab, die Schulden auf dem Passivkonto sinken und das Geld in der Kasse ist auch weg. Es handelt sich also um eine erfolgsunwirksame Bilanzverkürzung.

Merke

Bilanzverlängerungen und Bilanzverkürzungen können sowohl erfolgswirksam als auch erfolgsunwirksam sein. Zusammengefasst: Alle Vorgänge im Unternehmen, die das Passivkonto Eigenkapital berühren und nicht Privateinlagen oder Privatentnahmen sind, heißen erfolgswirksam, alle anderen Vorgänge sind erfolgsunwirksam.