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Erbschaftsteuer - Grundvermögen - Feststellung von Grundbesitzwerten

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Erbschaftsteuer

Grundvermögen - Feststellung von Grundbesitzwerten

Feststellung von Grundbesitzwerten

Maßgebend für die Feststellung von Grundbesitzwerten sind nach § 157 Abs. 1 S. 1 BewG die tatsächlichen Verhältnisse (z. B. Erschließungsmaßnahmen, Zustand der Bebauung, Anzahl der Wohnungen, Alter Gebäude, Fläche) und die Wertverhältnisse (z. B. Bodenrichtwert, Höhe der Miete) zum Bewertungsstichtag. Dies ist für die Erbschaftsteuer der Todestag des Erblassers (§ 11 ErbStG i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) und für die Schenkungsteuer der Tag der Ausführung der Schenkung (§ 11 ErbStG i. V. m. § 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG).

Nach § 157 Abs. 3 BewG erfolgt die Ermittlung der Grundbesitzwerte gemäß § 176 bis 198 BewG.

Hinweis

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Ausländischer Grundbesitz ist nach § 12 Abs. 7 ErbStG mit dem gemeinen Wert anzusetzen und unterliegt nach § 151 Abs. 4 BewG nicht der gesonderten Feststellung.

Gemeiner Wert als Bewertungsmaßstab

Genereller Bewertungsmaßstab ist gemäß § 177 BewG der gemeine Wert nach § 9 BewG. Dennoch hat der Gesetzgeber im BewG (§§ 179, 182–196 BewG) pauschale Bewertungsverfahren vorgegeben, anhand derer der gemeine Wert (Steuerwert) vorrangig zu ermitteln ist.

Durch eine sogenannte Öffnungsklausel in § 198 BewG räumt der Gesetzgeber dem Steuerpflichtigen allerdings die Möglichkeit ein, einen unter dem Steuerwert liegenden niedrigeren gemeinen Wert nachzuweisen, wenn die pauschalierten Bewertungsverfahren zu einer Überbewertung führen.

Weist der Steuerpflichtige nach, dass der gemeine Wert der wirtschaftlichen Einheit am Bewertungsstichtag niedriger ist als der nach den §§ 179, 182 bis 196 ermittelte Wert, so ist dieser Wert anzusetzen.

Für den Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts gelten grundsätzlich die auf Grund des § 199 Abs. 1 des Baugesetzbuchs erlassenen Vorschriften.

Prüfungstipp

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Ergeben sich bei der Grundbesitzwertermittlung Euro-Beträge mit Nachkommastellen, sind diese jeweils zugunsten des Stpfl. auf volle Euro-Beträge auf- oder abzurunden, H B 177 ErbStH, es sei denn, die Aufgabenstellung besagt etwas Anderes.

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