ZU DEN KURSEN!

Grunderwerbsteuer - Steuerschuldner

Kursangebot | Grunderwerbsteuer | Steuerschuldner

Grunderwerbsteuer

Steuerschuldner

§ 13 GrEStG regelt für die verschiedenen Besteuerungstatbestände die Steuerschuldnerschaft.

  • Gemäß 13 Nr. 1 GrEStG sind grds. – insbesondere in den Fällen der Steuerbarkeit nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG – die an dem Erwerbsvorgang als Vertragsteile beteiligten Personen Steuerschuldner, d. h. Käufer und Verkäufer des Grundstücks.
  • Gleiches gilt nach 2 beim Erwerb eines Grundstücks kraft des Gesetzes.
  • Im Falle des Enteignungsverfahrens bzw. im Zwangsversteigerungsverfahren ist nur der Erwerber Schuldner der Steuer ( 3 bzw. Nr. 4).
  • Soweit sich mindestens 90 Prozent der Anteile an einer Gesellschaft i. S. des § 1 Abs. 3 GrEStG in der Hand eines Erwerbers vereinigen, schuldet nach 13 Nr. 5 Buchst. a) GrEStG dieser die GrESt.
  • Liegt hingegen eine Anteilsvereinigung im Organkreis vor, sind die am Organkreis beteiligten Personen Steuerschuldner ( 13 Nr. 5 Buchst. b) GrEStG).
  • Im Falle einer steuerbaren Änderung im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft i. S. des § 1 Abs. 2a S. 1 GrEStG schuldet nach 13 Nr. 6 GrEStG die Personengesellschaft selbst die Steuer (nicht die beteiligten Gesellschafter).
  • Im Falle einer steuerbaren Änderung im Gesellschafterbestand einer Kapitalgesellschaft i. S. des § 1 Abs. 2b S. 1 GrEStG schuldet nach 13 Nr. 7 GrEStG die Kapitalgesellschaft die Steuer.
  • Beim Innehaben einer wirtschaftlichen Beteiligung an einer grundstückshaltenden Gesellschaft gemäß § 1 Abs. 3a S. 1 GrEStG schuldet derjenige die GrESt, dem die wirtschaftliche Beteiligung zukommt ( 13 Nr. 8 GrEStG).

Hinweis

Hier klicken zum Ausklappen

Vereinbarungen über die Tragung der Grunderwerbsteuer im notariellen Kaufvertrag sind unerheblich, da solche Vereinbarungen ausschließlich zwischen den Vertragsparteien gelten, nicht jedoch gegenüber dem Fiskus.