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Körperschaftsteuer - Prüfungsschema

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Körperschaftsteuer

Prüfungsschema

Für die Beurteilung der Gesamtbezüge ist die Summe aller Gehaltsbestandteile zu bilden. Der Gesamtbezug ist dann folgendem Prüfungsschema zu unterwerfen:

  1. Schritt:

Überprüfung, ob die einzelnen Vergütungsbestandteile dem Grunde nach durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sind.

Ist dies der Fall, führt der entsprechende Vergütungsbestandteil in vollem Umfang zu einer verdeckten Gewinnausschüttung. Beispiele hierfür können sein:

  • Überstundenvergütungen
  • Vereinbarungen von Pensionszusagen ohne eine ausreichende Probezeit
  • Zeitlich unbefristete Nur-Tantieme-Zusagen
  1. Schritt:

Überprüfung, ob einzelne Gehaltsbestandteile der Höhe nach als im Gesellschaftsverhältnis veranlasst anzusehen sind.

  1. Schritt:

Alle Gehaltsbestandteile, die weder dem Grunde nach noch der Höhe nach im Gesellschaftsverhältnis veranlasst waren, sind im dritten Schritt zusammenzufassen. Ist die verbliebene Gesamtvergütung als angemessen zu beurteilen, liegt eine betriebliche Veranlassung für die Vergütung vor. Sofern die Vergütung aber die Grenze der Angemessenheit übersteigt, stellt der übersteigende Teil eine verdeckte Gewinnausschüttung dar.

Beispiel

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 Die Glitzer-Fashion GmbH vereinbart mit ihrer Gesellschafter-Geschäftsführerin Gabi Glitzer im VZ 01 ein Festgehalt von 350.000 €. Ab dem VZ 02 soll ihr zusätzlich eine Tantieme von 250.000 € gezahlt werden. Die angemessene Gesamtausstattung beträgt

  1. 000 €
  2. 000 €

 

Zu a)

  1. Schritt:

Beide Gehaltsbestandteile sind dem Grunde nach betrieblich veranlasst

  1. Schritt:

Das Festgehalt ist der Höhe nach betrieblich veranlasst.

Eine angemessene Tantieme darf nur 25% des Gesamtgehalts betragen, vorliegend als 25% v. 600.000 € = 150.000 €.

Der übersteigende Betrag von 100.000 € ist damit der Höhe nach durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst, stellt somit eine vGA an den Gesellschafter dar.

  1. Schritt:

Nach der Überprüfung im ersten und zweiten Schritt verbleiben Bezüge i.H.v. 500.000 € (350.000 € Festgehalt + 150.000 € Tantieme) die auf ihre Angemessenheit zu überprüfen sind. Da insgesamt Bezüge von 600.000 € als angemessen erachtet werden, liegt keine weitere vGA vor.

 

Zu b)

  1. Schritt:

Beide Gehaltsbestandteile sind dem Grunde nach betrieblich veranlasst

  1. Schritt:

Das Festgehalt ist der Höhe nach betrieblich veranlasst

Eine angemessene Tantieme darf nur 25% des Gesamtgehalts betragen, vorliegend als 25% v. 600.000 € = 150.000 €.

Der übersteigende Betrag von 100.000 € ist damit der Höhe nach durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst, stellt somit eine vGA dar.

  1. Schritt:

Nach der Überprüfung im ersten und zweiten Schritt verbleiben Bezüge i.H.v. 500.000 € (350.000 € Festgehalt + 150.000 € Tantieme) die auf ihre Angemessenheit zu überprüfen sind. Angemessen wird hier nur eine Gesamtausstattung von 400.000 € erachtet. Daher führen weitere 100.000 € der Gesamtbezüge zu einer vGA.

Insgesamt beträgt die vGA damit 200.000 €.