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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung - Fachvortrag

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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung

Fachvortrag

Der Fachvortrag ist die Visitenkarte, mit der sich der Teilnehmer der Prüfungskommission „vorstellt“.

  • Mit dem Fachvortrag vermittelt man den Mitgliedern der Prüfungskommission den ersten, und damit häufig entscheidenden Eindruck seiner Fähigkeiten: Auftreten und Umgang mit der Prüfungsbelastung, sprachliches Ausdrucksvermögen, Konzentrationsfähigkeit, das Vermögen, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden und darzustellen, sowie natürlich auch materiell-rechtliche, verfahrensrechtliche und/oder fächerübergreifende Kenntnisse. Nutzen Sie das Potenzial, das Sie mit einem guten ersten Eindruck für die Prüfung gewinnen können.
  • Gelingt der mündliche Vortrag, gewinnen Sie daraus Selbstsicherheit und die erforderliche Motivation für die anschließende weitere mündliche Befragung. Es wird Ihnen leichter fallen, in die Befragungen einzusteigen und die Prüfer haben bereits einen (sehr) guten Eindruck Ihrer fachlichen Fähigkeiten erhalten.
  • Wenn der Vortrag nicht gelingt, ist dies kein Grund zu resignieren. Immer wieder berichten Prüfungsteilnehmer unabhängig voneinander, das Gewicht des mündlichen Fachvortrags solle auch nicht überbewertet Sie hätten durchaus den Eindruck gehabt, dass man einen schwächeren mündlichen Vortrag in der nachfolgenden mündlichen Befragung sehr wohl wieder ausgleichen könne.

Das Üben des Fachvortrags sollte einen besonderen wichtigen Schwerpunkt in der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung darstellen. Es ist dies der weitaus häufigste gegebene Ratschlag, den Prüfungsteilnehmer nach abgelegter mündlicher Prüfung den nachfolgenden Teilnehmern geben.

Wir empfehlen Ihnen dringend, das laute Sprechen des Kurzvortrags aufzunehmen und vor – möglichst sachkundigen – Zuhörern zu üben. Ein Kursteilnehmer hat uns vor einiger Zeit berichtet, am meisten habe ihm das Üben des Fachvortrags vor einer Videokamera gebracht, dass er zusammen mit drei Mitstreitern absolviert habe.

Die beste Unterstützung erhalten Sie hier durch ein Lernteam. Denn die wenigsten Prüfungsteilnehmer sind im mündlichen Vortrag hinreichend geübt. Dabei verlangt gerade der Denk-/Sprech-Vorgang viel Übung und Erfahrung. Wenn Sie keine Lerngruppe zusammenbekommen, sollten Sie Kollegen, Familienangehörige oder Bekannte als Ihre Zuhörer anheuern. Es ist für die Art des Kurzvortrags und der Bewertung der Vortragsleistung keineswegs unbedingt notwendig, dass das ganze Auditorium sachkundig ist.

Was mit dem Üben des Fachvortrags erreicht werden soll:

  • Sie lernen, die Vorbereitungszeit für den Fachvortrag richtig einzuteilen und zu nutzen: Erarbeiten des Stoffs, Gliederung und stichwortartige Niederschrift des Vortrags, Einprägen der wesentlichen Gesichtspunkte Ihres Vortrags.

  • Erarbeiten des Inhalts des Vortrags und Anfertigung der Kurzgliederung.

  • Sie lernen, das Thema zu erschließen und in der gebotenen Kürze darzustellen: Einführung in das Thema, Hauptteil des Vortrags mit Beschränkung auf Schwerpunkte des Themas, abschließende Ausführungen (Zusammenfassung, Kritik, Ausblick usw.).

  • Sie lernen das zeitliche Limit nicht zu unter- bzw. zu überschreiten. Erkundigen Sie sich vor der Prüfung bei Ihrer Steuerberaterkammer, wo dieses bei Ihnen liegen wird.

  • Sie lernen Ihre eigene Vortragsweise kennen: Es sollten einfache Sätze sein, vermeiden Sie Schachtelsätze. Sie sollten um eine ungekünstelte, Ihnen gemäße natürliche Sprechweise bemüht sein. Wer Dialekt spricht, sollte nicht versuchen, ungewohntes Hochdeutsch zu sprechen. Sie sollten ruhig, nicht zu schnell und weder zu laut noch zu leise sprechen.

  • Legen Sie Sprechpausen ein. Viele Teilnehmer hetzen oft durch den Vortrag. Mit Sprechpausen behalten Sie den Überblick und geben den Prüfern die Möglichkeit, Ihrer Argumentation besser zu folgen. Außerdem wirken Sie souveräner.

  • Je öfter Sie den Fachvortrag vor kritischen Zuhörern üben, desto weniger wird Ihnen in diesem ersten Teil der mündlichen Prüfung der Prüfungsdruck zu schaffen machen. Beim Üben des Fachvortrags simulieren Sie immer wieder die Prüfungssituation. Auch wenn es nebensächlich erscheint: Finden Sie heraus, ob Sie den Fachvortrag stehend oder sitzend halten sollten.

  • Wenn Sie nicht wissen, „wohin“ mit Ihren Händen, nehmen Sie einen Stift in die Hand, an dem Sie sich „festhalten“ können.

Wovon wir unbedingt abraten: Themen auszuarbeiten und im vollen Wortlaut über mehrere Seiten niederzuschreiben. Solche Übungen kosten zu viel Zeit und lassen Sie keine Erkenntnisse gewinnen, wie Sie mit dem mündlichen Fachvortrag am Prüfungstag am besten zurechtkommen. Sie sollten so arbeiten, wie Sie’s im „Mündlichen“ tun müssen.

Sprechen Sie die Prüfungskommission an: „Herr Vorsitzender, meine Damen (wenn vertreten) und Herren ...“. Die Förmlichkeit sollte keinesfalls übertrieben werden („Sehr geehrter Herr Vorsitzender, meine sehr verehrten ...“! usw.).

Manche Teilnehmer klagen darüber, dass sie während ihres Fachvortrags trotz aller Bemühungen mit den Prüfern keinen Blickkontakt aufnehmen konnten, weil diese mit versteinerter Miene irgendwohin schauen, nur nicht auf den irritierten Teilnehmer. Wir raten Ihnen trotzdem, gezielt zu den Prüfern zu sprechen. Wenn es Ihnen gelingt, mit einem oder mehreren Prüfern in Blickkontakt zu kommen, dann sollten Sie die betreffenden Damen oder Herren „zu Ihren Gesprächspartnern“ machen, sie also „nicht mehr aus den Augen lassen“. Lassen Sie sich keinesfalls von einem oder mehreren Prüfern entmutigen, die permanent auf ihre eigenen Fußspitzen oder an die Decke schaut. Oft geschieht dies, weil sie die Teilnehmer nicht irritieren wollen.

Hinweis

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Die Ausführungen richten sich nur an diejenigen Teilnehmer, die zu Beginn ihrer mündlichen Prüfung einen Fachvortrag halten müssen. Der Fachvortrag sollte abhängig von Ihrer Steuerberaterkammer eine Dauer von fünf bis zehn Minuten haben. Die Teilnehmer der Steuerberaterkammern München und Nürnberg müssen keinen Fachvortrag halten. Teilnehmer anderer Steuerberaterkammern verweisen wir auf die Prüfungsordnung „ihrer“ Steuerberaterkammer.