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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung - Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

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Mündliche Steuerfachtwirtprüfung

Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

Um sich auf die mündliche Prüfung optimal vorbereiten zu können benötigt man das Wissen über den eigenen Lerntyp.

Lerntypen

Es gibt viele unterschiedliche Modelle, nach denen Menschen in Lerntypen eingeteilt werden. Eins davon stammt von Frederic Vester. Der Biochemiker und Systemforscher stellte in seinem Bestseller „Denken, Lernen, Vergessen“ die Hypothese auf, nach der Menschen entweder den auditiven, visuellen, haptischen oder verbal-abstrakten Lernkanal bevorzugen.

Der visuelle Lerntyp

Er kann sich Wissen am besten durch die bildliche Veranschaulichung einprägen und alles, was er liest. Skizzen, Diagramme oder Mindmaps helfen beim Merken, ebenso das farbliche Markieren von Textstellen. Um das Wissen ins Langzeitgedächtnis zu befördern, greift er wahlweise zu Karteikarten (beim Vokabeln lernen) oder aber zu Erklärvideos. Da er sich durch Unordnung leicht ablenken lässt, hilft ein aufgeräumter Schreibtisch beim Lernen.

Der motorische Lerntyp

Dieser Lerntyp ist eher haptisch und gestalterisch orientiert. Das macht es schwer, wenn es um Wissensaneignung geht, die sich nicht als Modell darstellen lässt. Eine Lösung können hier Lernmaterialien zum Anfassen sein, beispielsweise mit Scrabble-Steinen oder Memory-Karten. Ideal sind Arbeiten, die tatsächlich praktisch erledigt werden können – entweder in Laboren oder beispielsweise durch den Bau eines Modells. Eine weitere Möglichkeit ist das Lernen, wenn Sie in Bewegung sind – dabei können Sie einen festgesteckten Weg nutzen und markante Punkte gedanklich mit bestimmten Lerninhalten verknüpfen.

Der kommunikative Lerntyp

Der kommunikative Lerntyp braucht den Austausch mit anderen, um Informationen verarbeiten und speichern zu können. Dafür muss allerdings zuvor der Lernstoff bereits aufgeschrieben und gelesen, grob reflektiert worden sein. Im Gespräch mit anderen verstehen Sie dann noch Punkte, die zuvor unklar geblieben sind. Das ist auch der Grund dafür, warum Sie das Lernen in Lerngruppen bevorzugen, denn das Erörtern von wichtigen Punkten hilft Ihnen beim Abspeichern. Darüber hinaus finden Sie es wesentlich einfacher, sich so zum Lernen zu motivieren.

Der auditive Lerntyp

Sein bevorzugtes Sinnesorgan ist das Ohr. Allein das Lesen der Informationen reicht oft nicht, um sich erinnern zu können, muss er bestimmte Themen bereits einmal gehört haben. Hier ist das sich selbst Vorlesen sehr hilfreich, um Lernstoff entsprechend speichern zu können. Ideal sind Podcasts oder Lern-CDs aus Fachbüchern; auch die eigene Stimme mit Lerninhalten aufzunehmen, kann helfen. Damit Sie sich auf die Informationen konzentrieren können, brauchen Sie eine ruhige Umgebung.

 

Vor der mündlichen Prüfung

Mündliche Prüfungen sind nicht jedermanns Sache!

Es geht in der Vorbereitung also darum die Nervosität und Aufregung, welche oftmals im Zuge einer mündlichen Prüfung auftreten, abzulegen und Sicherheit zu erlangen.

 

Modalitäten

  • Wer ist der Prüfer?
  • Wie lange dauert die mündliche Prüfung?
  • Wo findet sie statt?
  • An welchem Ort und zu welcher Zeit?

 

Je besser Sie mit den Details vertraut sind, desto weniger Überraschungen gibt es, desto gelassener können Sie der Sache ins Auge sehen. Ein Gespür für die Person des Prüfers werden Sie haben, wenn Sie beispielsweise bereits Seminare oder Vorlesungen besucht haben. Meist hilft das bereits bei der Einschätzung, ob jemand einem wohlgesinnt ist oder eher nicht.

Idealerweise kennen und schätzen sich Prüfer und Prüfling, so dass Sie nicht befürchten müssen, dass jemand seine sadistische Ader an Ihnen auslassen will. Ob bekannt oder unbekannt (weil beispielsweise der favorisierte Dozent eine Gastprofessur im Ausland angenommen hat), am besten gehen Sie in die Sprechstunde Ihres Prüfers und klären dort inhaltliche und formale Fragen. Punkten können Sie, indem Sie vorab selbst die wichtigsten Fragen recherchieren und sich Gedanken zu den Prüfungsthemen und möglichen Fragestellungen machen.

 

Lernplan

Sie haben noch zwei Wochen, um sich für drei Themen vorzubereiten? Dann sollten Sie planvoll vorgehen. Erstellen Sie einen Lernplan, in den Sie die zur Verfügung stehende Zeit entsprechend einteilen. Planen Sie lieber großzügige Puffer mit ein. Vergessen Sie dabei nicht, Zeit für Freizeit und Pausen einzuplanen – niemand kann stundenlang ununterbrochen büffeln.

Arbeiten Sie mit verschiedenen Techniken

Menschen sind unterschiedliche Lerntypen – manchmal nehmen wir Neues gut durch Lesen auf, in anderen Fällen können Videos oder Podcasts hilfreich sein. Probieren Sie verschiedene Lernmethoden aus, das sichert Ihnen nicht nur eine gewisse Abwechslung, sondern hilft dabei, dröge Inhalte besser zu verstehen und zu behalten. Eine Technik ist beispielsweise, beim Auswendiglernen Stellen im Zimmer abzuschreiten und mit bestimmten Gegenständen oder Ecken zu verbinden.

Prüfungssimulation

Bei Nervosität und Angst helfen sogenannte Prüfungssimulationen. Ob nun mit Freunden, der Familie, Mitprüflingen oder Dozenten bleibt in erster Linie gleich. Es geht um den Schlagabtausch. Zunächst beginnt man mit einfacheren Fragen und Themen, um langsam in die Prüfungssituation einzusteigen. Später sollten Sie die Gemeinheiten und kniffligen Themen ansprechen, denn auch in der mündlichen Prüfung ist mit solchen Fragen zu rechnen.

Hier kristallisiert sich oft sehr schnell heraus, wer an welchen Themenbereichen das Lernen noch intensivieren sollte oder welche Themen bereits gut verinnerlicht wurden.

Sobald Sie inhaltlich fit sind, arbeiten Sie an Ihrer Performance! Dies kann ebenfalls wieder im Plenum, aber auch allein vor dem Spiegel passieren. Wir raten Ihnen nehmen Sie sich auf! Dann können Sie nach der Simulation genau auf Ihre Körperhaltung eingehen, diese analysieren und kontinuierlich verbessern.

Stimme und Körper in Einklang zu bringen, ist die große Herausforderung in jeder Prüfungssituation. Das heißt auch, dass es sicherlich für (negative) Verwunderung sorgen wird, wenn die Stimme selbstsicher klingt und der Blick starr auf den Boden gerichtet ist.

Darauf müssen Sie achten:

Körperspannung

Was klingt wie aus einem Body-Workout-Kurs ist auch in der mündlichen Prüfung wichtig, aber Achtung. Auch gilt es das richtige Mittelmaß zu finden, um weder „stocksteif“ dazustehen noch einen zu lässigen Eindruck zu machen.

Körperhaltung

Der Kopf blickt Richtung Prüfkommission und ist gerade. Die Hände sind locker oder halten idealerweise etwas in der Hand, was später benötigt wird. Verschränkte Arme hingegen signalisieren eine Abwehrhaltung und das Spielen mit den Händen hinter dem Rücken lässt auf ein Geheimnis schließen.

Gesicht

Ein offener Blick in Richtung des Gesprächspartners (des Prüfers), ein freundlicher Gesichtsausdruck und leicht positive Gesichtszüge machen das perfekte Prüfungsgesicht. Das Pendant sieht so aus: Ein müder Blick, der gen Boden gerichtet ist, und auch die Mundwinkel hängen nach unten. Ebenso unerlaubt ist ein ungeduldiger, genervter oder gar missachtender Blick, wenn ein Mitprüfling etwas falsch macht oder länger braucht.

Dies sind essenzielle persönliche Bausteine, die bereits vor der Prüfung erledigt und optimiert werden können!

Nun geht es aber auch um die äußerlichen Gegebenheiten.

Fahren Sie bereits vor Ihrer Prüfung einmal zum Prüfungsort, um Ortskenntnisse zu erlangen, die Ihnen die Planung der Anreise erleichtern:

  • Wo muss ich hin?
  • Welche Verzögerungen können mir begegnen (Baustellen, Staus, fehlende öffentliche Verbindungen)?

Kalkulieren Sie Verzögerungen auf der Fahrt zum Prüfungsort ein. Richten Sie es so ein, dass Sie mindestens eine Viertelstunde vor der angegebenen Zeit an dem Ort ankommen, an dem die mündliche Prüfung abgenommen wird.

Erstellen Sie für sich einen Zeitplan für den Prüfungstag:

  • Wann wollen Sie aufstehen, um was zu machen?
  • Wann fahren Sie los?
  • Wann wollen Sie wo sein?

Zu diesem Zeitplan ergänzen Sie ebenfalls die organisatorischen Punkte, die Ihnen wichtig sind:

  • Was ziehe ich an? Sie sollten sich wohlfühlen und einen gepflegten Eindruck hinterlassen!
  • Was benötige ich für die Fahrt (Kaffee, Lieblingsmusik, ...)?
  • Wer kann mich womit unterstützen (Abholung, Kinderbetreuung, ...)?
  • Was benötige ich am Prüfungsort (Essen, Trinken, Unterlagen, Gesetze, ...)?

Es ist gelegentlich vorgekommen, dass sich Prüfer über das Outfit negativ geäußert haben, in dem Teilnehmer zur mündlichen Prüfung erschienen waren. Man mag dies überholt und albern finden, sollte sich aber doch darauf einrichten, dass die Prüfer Ihren Respekt vor der Prüfung und dem Beruf auch in Ihrem Äußeren erkennen wollen. Übertreiben müssen Sie es allerdings nicht.

Sagen Sie Ihren Mitmenschen, wie diese Sie motivieren können:

  • In Ruhe lassen?
  • Ablenken?
  • Aufgaben übernehmen?

 

Erholung

An dieser Stelle soll wahrlich nicht die Prokrastination auch extremes aufschieben genannt gefördert werden. Aber Auszeiten vom Lernen sind wichtig, um den Energiespeicher wieder aufzufüllen und gleichzeitig wieder aufnahmebereit zu sein. Dazu gehören Ablenkungen wie Freunde treffen, Sport als Ausgleich zum Sitzen und ausreichend Schlaf. Sport trägt zur Entspannung bei und baut somit Ängste ab. Die Bewegung hilft außerdem, wenn Sie bei einem Problem nicht weiterkommen. Im Schlaf wiederum können gelernte Inhalte sacken und neue Kräfte getankt werden.