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Inhaltsverzeichnis

Beim Passivtausch sind durch einen Geschäftsvorfall zwei Passivposten betroffen. Analog zum Aktivtausch wird durch ihn die eine Bilanzposition erhöht, während die andere Bilanzposition um denselben Betrag verringert wird. Die gesamte Bilanzsumme bleibt auch hier unverändert.

Merke

Bei einem Passivtausch sind
  • durch einen Geschäftsvorgang mindestens zwei Passivposten betroffen und
  • die Bilanzsumme bleibt unverändert.

Beispiel

Ein Unternehmen hat am 01.04. Stahl für 100.000 € auf Ziel gekauft. Bereits gebucht wurde:
  • „Waren“ nehmen um 100.000 € zu, 
  • „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ nehmen um 100.000 € zu.
Der Lieferant gewährt nachträglich (am 10.04.) ein kurzfristiges Darlehen (d.h. aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird eine Darlehensschuld). Das ergibt in Bezug auf die Passivkonten:
  • Der Passivposten „Darlehensschulden“ nimmt um 100.000 € zu,
  • der Passivposten „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ um 100.000 € ab.

Hinweis

Zwei Passivposten sind betroffen – der eine nimmt ab, der andere zu (Gesetzmäßigkeit der Bilanz), man spricht von einem Passivtausch.

Erfolgswirksamer Passivtausch

Im Beispiel oben ändert sich das Eigenkapital nicht; der Passivtausch ist erfolgsneutral. Ein Passivtausch kann aber auch das Eigenkapital betreffen, denn auch das Eigenkapital ist ein Passivposten.

Beispiel

Für ein Darlehen fallen im Dezember Zinsen von 200 € an, die erst im Januar bezahlt werden. Bis zur Zahlung gilt:
  • Der Passivposten „Sonstige Verbindlichkeiten“ nimmt um 200 € zu,
  • der Passivposten „Eigenkapital“ nimmt um 200 € ab, weil der Zinsaufwand den Gewinn mindert.
Die Bilanzsumme bleibt unverändert, das Eigenkapital sinkt jedoch: Es handelt sich um einen erfolgswirksamen Passivtausch.

Schauen wir uns nun die Vorgänge beim Passivtausch noch in einem Video an: