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Einkommensteuer - Verlustvortrag

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Einkommensteuer

Verlustvortrag

Verluste, die nicht rückgetragen werden, müssen nach § 10d Abs. 2 EStG vorgetragen werden. Der Verlustvortrag kann in Höhe von 1.000.000 € und in Höhe 60% des 1.000.000 € übersteigenden Gesamtbetrags der Einkünfte vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbeträgen abgezogen werden. Bei Zusammenveranlagung erhöht sich der Betrag auf 2.000.000 €. Der Verlustvortrag am Ende eines Veranlagungszeitraums ist nach § 10d Abs. 4 EStG gesondert festzustellen. Die Feststellungsfrist für den Verlustvortrag endet erst, wenn die Festsetzungsfrist für den Veranlagungszeitraum, für den der Verlustvortrag festzustellen ist, abgelaufen ist.

Beispiel

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Herr Meyer kann von dem im VZ 2020 erzielten negativen Gesamtbetrag der Einkünfte von 13 Mio. EUR nur 10 Mio. EUR in den VZ 2019 zurücktragen. Der darüberhinausgehende Betrag von 3 Mio. EUR Verlust aus dem Jahr 2020 ist zwingend in den VZ 2021 vorzutragen.

Wenn Herr Meyer im VZ 2021 einen Gesamtbetrag der Einkünfte von zunächst 5 Mio. EUR erzielen sollte, so kann er hiervon zunächst 1 Mio. von den verbleibenden 3 Mio. EUR Verlustvortrag verrechnen, darüber hinaus max. 60 % von 4 Mio. EUR (denn 4 Mio. EUR sind "der 1 Mio. EUR übersteigende Gesamtbetrag der Einkünfte im VZ 2021"), also 2,4 Mio. EUR, somit kann also V die vorliegend nicht in 2019 abziehbaren Verlusten von 3 Mio. EUR in voller Höhe im VZ 2022 abziehen.