Bei der beschränkten Steuerpflicht wird Inlandsvermögen nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG besteuert. § 121 BewG enthält hierzu eine abschließende Aufzählung der Gegenstände, die der Besteuerung unterliegen. Der Besteuerungsumfang kann durch § 4 AStG und durch Doppelbesteuerungsabkommen erweitert, bzw. beschränkt werden. Schulden können nur insoweit als Nachlassverbindlichkeiten bei der beschränkten Steuerpflicht berücksichtigt werden, als sie mit dem Inlandsvermögen im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, § 10 Abs. 6 S. 2 ErbStG.
Auslandsvermögen wird nach § 12 Abs. 7 ErbStG in der Regel mit dem gemeinen Wert bewertet, § 9 BewG, § 31 BewG. Dies gilt auch für ausländischen Grundbesitz. Ausländisches Vermögen unterliegt nach § 151 Abs. 4 BewG und R B 151.1 Abs. 3 ErbStR nicht der gesonderten Feststellung. Eine mögliche Doppelbesteuerung wird ggf. durch Doppelbesteuerungsabkommen vermieden, bzw. eine Anrechnung der ausländischen Erbschaftsteuer kann nach § 21 ErbStG in Betracht kommen.
Für ausländisches Betriebsvermögen und bei Anteilen an ausländischen Kapitalgesellschaften kann das vereinfachte Ertragswertverfahren angewendet werden (vgl. Teil Betriebsvermögen), R B 199.2 ErbStR.