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Bilanzsteuerrecht | Steuerberaterprüfung - Das Prinzip der doppelten Buchführung

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Das Prinzip der doppelten Buchführung

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Die doppelte Buchführung zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Geschäftsvorfall in zwei Konten erfasst wird: einmal auf der Soll-Seite und einmal auf der Haben-Seite des jeweiligen Kontos. Nehmen wir beispielsweise den Kauf von Büromaterial bei einem Schreibwarenhändler. In der kameralistischen Buchführung würde dieser Vorgang lediglich als „Ausgabe“ bzw. „Aufwand“ erfasst. Die doppelte Buchführung hingegen betrachtet zusätzlich das Gegenstück jeder Transaktion. In diesem Fall wäre es die Kasse (oder eine Brieftasche), aus der das Geld entnommen wird, und auch darüber wird Buch geführt. Wenn Sie Geld von Ihrem Girokonto abheben und es in Ihre Brieftasche legen, würde dies in einer reinen Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nicht erfasst. Bei der doppelten Buchführung hingegen findet eine Buchung zwischen der Kasse und dem Girokonto statt.

Das Prinzip der doppelten Buchführung

 

 

Die doppelte Buchführung ist ein wesentlicher Bestandteil des kaufmännischen Rechnungswesens. Sie wird in § 238 HGB definiert und verlangt eine systematische Erfassung aller Geschäftsvorgänge eines Unternehmens. Diese Form der Buchführung liegt dem Jahresabschluss zugrunde, der nach § 242 HGB aus der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Die doppelte Buchführung umfasst drei zentrale Aufgabenbereiche:

Erfassung und Abbildung von Geschäftsvorfällen: Hierbei werden sämtliche Geschäftsvorfälle auf mindestens zwei Konten verbucht: dem Konto und dem Gegenkonto. Dies folgt dem Prinzip „Soll an Haben“, wobei jede Transaktion sowohl in der Soll- als auch in der Haben-Buchung reflektiert wird.

Vermögensvergleich durch Bilanzierung: Die Bilanz ist ein wesentlicher Bestandteil des Jahresabschlusses und spiegelt die finanzielle Situation des Unternehmens wider. Sie wird in Aktiv- und Passivposten unterteilt, wobei die Aktivseite die Vermögensverwendung (z. B. Anlagen, Vorräte) und die Passivseite die Vermögensherkunft (z. B. Eigenkapital, Kredite) darstellt. Der Vergleich der Eröffnungs- und Schlussbilanz jedes Geschäftsjahres ermöglicht die Bewertung von Veränderungen im Unternehmensvermögen.

Ermittlung des Unternehmenserfolgs durch die GuV: Die Gewinn- und Verlustrechnung ist der zweite wesentliche Teil des Jahresabschlusses. Sie kontrastiert die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres, um den finanziellen Erfolg des Unternehmens – Gewinn oder Verlust – zu bestimmen.
Für eine effektive doppelte Buchführung ist es essenziell, dass die Buchführung ordentlich, vollständig und zeitgerecht erfolgt. Jeder kleine Fehler in der Erfassung kann zu Unstimmigkeiten in der Bilanz und der GuV führen.

Dieses Video erläutert die grundlegenden Prinzipien der Buchführung und vermittelt Ihnen eine allgemeine Übersicht darüber.