ZU DEN KURSEN!

Körperschaftsteuer - Körperschaftsteuer: Verlustrücktrag, -abzug, -vortrag

Kursangebot | Körperschaftsteuer | Körperschaftsteuer: Verlustrücktrag, -abzug, -vortrag

Körperschaftsteuer

Körperschaftsteuer: Verlustrücktrag, -abzug, -vortrag

Verlustrücktrag, -abzug, -vortrag

Das zu versteuernde Einkommen wird sowohl nach einkommensteuerrechtlichen als auch nach körperschaftsteuerrechtlichen Vorschriften ermittelt (§ 8 Abs. 1 KStG). Dazu gehört auch, dass für Verluste ein Verlustabzug i.S.d. § 10 d EStG möglich ist. Dieser umfasst sowohl einen Verlustrücktrag in das Vorjahr und einen grundsätzlich zeitlich nicht befristeten Vortrag in die Folgejahre.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen

Beachten Sie, dass unter Verlust im Sinne des Körperschaftsteuerrechts der Begriff "negativer Gesamtbetrag der Einkünfte" (vergl. R 7.1 Abs. 1 KStR) zu verstehen ist. Wie bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens auch sind bei der Ermittlung des steuerlich abzugsfähigen Verlustes die Vorschriften des Körperschaftsteuergesetzes und des Einkommensteuergesetzes über die Gewinnermittlung zu berücksichtigen.

Über § 8 Abs. 1 KStG gelten die Vorschriften über den Verlustabzug nach § 10 d EStG. Danach sind Verluste einer Kapitalgesellschaft i.H.v. 1.000.000 € auf den vorhergehenden Veranlagungszeitraum rücktragsfähig. Soweit der Verlust nicht zurückgetragen wird, ist er zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. So beachten ist jedoch die sog. Mindest-besteuerung. Gem. § 10d Abs. 2 EStG sind nicht ausgeglichene Verluste in den folgenden Veranlagungszeiträumen bis zu einem Betrag von 1 Millionen € unbeschränkt und darüber hinaus bis zu 60% des 1 Millionen @ übersteigenden Gesamtbetrags der Einkünfte abzuziehen.

Merke

Hier klicken zum Ausklappen

Aufgrund der Covid-19 Pandemie gab es für den Veranlagungszeitraum 2020 und 2021 einige Änderungen. Dementsprechend wurde § 10d Abs. 1 Satz 1 EStG folgender Maßen geändert: "Negative Einkünfte, die bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichen werden, sind bis zu einem Betrag von 5.000.000 Euro (zuvor 1.000.000 Euro) vom Gesamtbetrag der Einkünfte des unmittelbar vorangegangenen Veranlagungszeitraums abzuziehen (Verlustrücktrag)".

Neuerung durch das 3. Corona-Steuerhilfegesetz

Für Unternehmen und Selbstständige wird der mögliche steuerliche Verlustrücktrag auf zehn Millionen Euro angehoben. Dies gilt für die Jahre 2020 und 2021 und auch beim vorläufigen Verlustrücktrag für 2020.

Es ist allerdings möglich, vom zunächst erfolgenden Verlustrücktrag abzusehen und stattdessen einen direkten Verlustvortrag in einem späteren Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen (§ 10d Abs. 1 Satz 5 EStG). Der Verlustrücktrag muss vom Steuerpflichtigen beantragt werden.

Verluste, die nicht ausgeschöpft werden, werden weiter vorgetragen. Es kommt also nicht dazu, dass Verluste untergehen, sofern keine Sondervorschrift wie der § 8c KStG greift.

Merke

Hier klicken zum AusklappenHierzu bitte § 8c KStG lesen, der eine Einschränkung zur Nutzungsmöglichkeit der Verluste bei einem Anteilseignerwechsel vorsieht.