Bis zum 30.06.2025 war in § 14 StBVV für wiederkehrende Tätigkeiten alternativ zur für den Steuerberater aufwendigeren Einzelberechnung auch die Vereinbarung einer Pauschalvergütung möglich. Die Pauschalvergütung sollte eine Vereinfachung darstellen.
Für bestimmte Tätigkeiten war die Pauschalvergütung allerdings ausgeschlossen; § 14 (2) StBVV a.F.:
- die Anfertigung nicht mindestens jährlich wiederkehrender Steuererklärungen;
- die Ausarbeitung von schriftlichen Gutachten (§ 22);
- die in § 23 genannten Tätigkeiten;
- die Teilnahme an Prüfungen (§ 29);
- die Beratung und Vertretung im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren (§ 40), im Verwaltungsvollstreckungsverfahren (§ 44) und in gerichtlichen und anderen Verfahren (§ 45).
Die Vorschrift des § 14 StBVV wurde mit Wirkung vom 1. Juli 2025 aufgehoben. Mit der Aufhebung ist aber nicht die Möglichkeit, mit dem Mandanten eine pauschale Vergütung zu vereinbaren, aufgehoben. Durch die Aufhebung des § 14 StBVV entfällt lediglich das starre Regelwerk mit den vorgenannten Verbotsfällen und formal notwendigen Mindestvereinbarungsdauern von mindestens einem Jahr. Stattdessen gelten nun die allgemeinen Vorschriften zur Vergütungsvereinbarung (§§ 4 ff. StBVV). Vereinbarungen, die vor dem 1. Juli 2025 abgeschlossen wurden, bleiben zunächst unberührt; bei Vereinbarungen mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr gilt das bisherige Recht jedoch nur bis zum 31.12.2025 (§ 41 StBVV).