In § 35 InsO wird geregelt, was alles zur Insolvenzmasse gehört. Sie umfasst das gesamte Vermögen des Schuldners, das zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihm gehört, sowie Vermögen, das er während des Verfahrens erlangt.
Dazu zählt insbesondere:
Gesamtes pfändbares Vermögen des Schuldners, also Vermögen, das der Zwangsvollstreckung unterliegt (nicht unpfändbares Vermögen nach §§ 811 ff. ZPO und §§ 850 ff. ZPO),
Geschäftsbücher des Schuldners (§ 36 Abs. 2 Nr. 1 InsO) sowie die in § 36 Abs. 2 Nr. 2 InsO genannten Gegenstände,
Ausgeschlossen sind Gegenstände, die zum gewöhnlichen Hausrat gehören und im Haushalt des Schuldners gebraucht werden, wenn ohne Weiteres ersichtlich ist, dass ihre Verwertung nur einen unverhältnismäßig geringen Erlös erbringen würde (§ 36 Abs. 3 InsO).
Wichtig ist, dass das Vermögen dem Schuldner zum Zeitpunkt der Verfahrenseröffnung gehören muss. Massefremdes Vermögen ist daher auszusondern.
Darüber hinaus gehört auch Vermögen zur Insolvenzmasse, das der Schuldner während des Verfahrens erwirbt, beispielsweise durch Arbeit, Schenkung oder Erbschaft nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Die Insolvenzmasse und ihre wesentliche Bedeutung werden im Video noch einmal genauer erläutert.